Geschichte der Britischen Monarchie Wiki

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Wulfthryth von Wilton war eine katholische Heilige aus dem zehnten Jahrhundert und die zweite Ehefrau von Edgar dem Friedfertigen (957-975).

Geschichte[]

Wulfthryth ist bekannt durch verschiedene Quellen wie die Chronik von John of Worcester, William of Malmesbury, [1] das Life of St. Dunstan von Osburn von Canterbury, das Life of St. Wulfthryth aus der Wilton Chronicle, [2] eine königliche Urkunde von König Edgar an Wulfthryth, und das Vita Edithae von Goscelin. Die mittelalterlichen Quellen nennen sie ein lebendes Beispiel von Heiligkeit und Tugendhaftigkeit. Ihre Tugenden werden oftmals den Machenschaften von Edgars dritter Ehefrau Aelfthryth gegenüber gestellt. [3]

Wulfthryth war eine englische Adelsfrau und Cousine der Hl. Wulfhild von Barking. Sie wurde gegen 937 geboren. König Edgar entführte sie 962 aus der Abtei Wilton und brachte sie in seine Residenz in Kemsing. [4] Wulfthryth gebar Edgar dort die Tochter Edith. [5] Nach mindestens einem Jahr, möglicherweise zweien, wurde Wulfthryth in die Abtei Wilton zurück gebracht, zusammen mit Edith. Sie wurde später Äbtissin und überlebte ihre Tochter.

Laut einigen Quellen büßte Edgar unter Dunstans Anleitung für sein Verbrechen, indem er sieben Jahre lang seine Krone nicht trug. [6] Ein weiterer Teil der Buße war es, dass er Wulfthryth sechs Anwesen in Wiltshire und auf der Isle of Wight überschrieb, die sie 965 an die Abtei Wilton weiter gab. [7] Zu dieser Zeit könnte noch immer eine Form der Brautentführung mit eher simulierter als tatsächlicher Gewalt existiert haben, als Überbleibsel einer früheren angelsächsischen Tradition und Historiker bezeichnen Wulfthryth eher als Edgars Geliebte oder zweite Ehefrau, niemals als Gefangene. Bedenkt man die religiösen Bräuche dieser Zeit, bezog sich seine Buße vermutlich mehr auf die Verletzung der Heiligkeit ihrer religiösen Berufung als auf irgend eine persönliche Verletzung von Wulfthryth selbst. Es ist klar, dass beide eine anhaltende Freundschaft hatten, lange nach ihrer Rückkehr nach Wilton. Edgar scheint Edith auf jeden Fall als seine Tochter anerkannt zu haben. Die Beziehung könnte als Ehe angesehen worden sein, trotz der fehlenden Bewilligung der Kirche, wie es zu dieser Zeit Brauch war, und wenn dies so war, war Edith eine legitime Tochter.

Wulfthryth hatte weiterhin einen nennenswerten Einfluss auf Edgar, nachdem er sie nach Wilton zurück gebracht hatte. Sie konnte Bailiffs davon abhalten, einen Dieb festzunehmen, der in der Abtei Zuflucht gesucht hatte, [4] und auch die Freilassung zweiter Priester aus Wilton erwirken, die vom Reeve von Wilton eingesperrt worden waren. [8] Als Äbtissin von Wilton erbaute sie eine Steinmauer um die Abtei und nutzte ihren Reichtum auch, um die Sammlung von Reliquien der Abtei zu erweitern. [7] Goscelin nennt sie den "versteckten Schatz und das Licht" der Abtei und sie wurde sehr geschätzt. [9] Wulfthryth werden Wunder während ihrer Lebenszeit zugeschrieben. [7]

Wulfthryth starb am 21. September, vermutlich im Jahr 1000, in der Abtei von Wilton und wurde in der Abteikirche vor dem Hauptaltar begraben. Sie und ihre Tochter Edith wurden später als Heilige verehrt. [7] Wulfthryths Feiertag ist der 13. September.

Stammtafel[]

  1. NN
    1. Wulfhelm
      1. Wulfhild von Barking
    2. NN
      1. Wulfthryth von Wilton ⚭ ♔ Edgar der Friedfertige
        1. ⛪ Edith von Wilton

Anmerkungen[]

  1. William of Malmesbury, Gesta Regum Anglorum
  2. Wiesje Emons-Nijenhuis, The Embedded Saint, the Wilton Chronicle's Life of St Wulfthryth
  3. Katherine O'Brien O'Keeffe, Stealing Obedience: Narratives of Agency and Identity in Later Anglo-Saxon England
  4. 4,0 4,1 Stephen Morillo, The Haskins Society Journal (2003)
  5. Stafford, Pauline Queen Emma & Queen Edith (2001)
  6. Williams, Ann, "Edgar Pacificus" Oxford Dictionary of National Biography (2004)
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 Yorke, Barbara "St Wulfthryth, abbess of Wilton" in Oxford Dictionary of National Biography
  8. Gwen Seabourne, Imprisoning Medieval Women: The Non-judicial Confinement and Abduction of Women in England, c. 1170-1509 (2011)
  9. A. Wilmart, La légende de Ste Édith en prose et vers par le moine Goscelin, Analecta Bollandiana, 56 (1938)
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