Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
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Wilhelm II Rufus war König von England von 1087 bis 1100, als dritter Sohn von Wilhelm I dem Eroberer. Er regierte nicht nur England sondern hatte auch Macht über die Normandie und Einfluss auf Schottland. Er heiratete nie und hatte keine Kinder, was Historiker zu der Spekulation geführt hat, dass er homosexuell oder bisexuell gewesen sein könnte. Sein Nachfolger wurde sein jüngster Bruder Heinrich I.

Eigenschaften

Der Historiker Frank Barlow beobachtete, dass Wilhelm "[ein] derber, leichtsinniger Soldat [war], ohne natürliche Würde oder soziale Grazie, ohne kultivierten Geschmack und wenig Anzeichen für konventionelle religöse Demut oder Moral - tatsächlich, laut seinen Kritikern, süchtig nach jeder Art von Laster, besonder Lust und ganz besonders Sodomie". Andererseits war er ein weiser Herrscher und siegreicher General. Barlow notierte, "Seine ritterlichen Tugenden und Errungenschaften waren all zu offensichtlich. Er hatte gute Ordnung und zufriedenstellende Gerechtigkeit in England aufrecht erhalten und den guten Frieden in der Normandie wieder hergestellt. Er hatte die anglo-normannische Herrschaft in Wales ausgeweitete, Schottland fest unter seine Herrschaft gebracht, das Maine zurückerobert und den Druck auf das Vexin aufrecht erhalten." [1]

Laut William of Malmesbury, der im 12. Jh. schrieb, war Wilhelm Rufus "gut gebaut; seine Erscheinung blühend, sein Haar gelb; von offener Miene; verschieden farbigen Augen, variierend mit bestimmten glitzernden Flecken; von erstaunlicher Stärke, obwohl nicht sehr groß, und sein Bauch eher hervorstehend." [2]

Geschichte

Frühe Jahre

Wilhelms genaues Geburtsdatum ist unbekannt, doch es war irgendwann zwischen den Jahren 1056 und 1060. Er war der dritte von vier Söhnen von Wilhelm I dem Eroberer und Matilda von Flandern, seine Brüder waren der Reihe nach: Robert Curthose, Richard und Heinrich. Richard starb gegen 1075, während er sich auf der Jagd im New Forest befand. Wilhelm folgte nach dem Tod seines Vaters 1087 als König von England, doch Robert erbte die Normandie. [3]

Wilhelm hatte fünf oder sechs Schwestern. Die Existenz der Schwestern Adeliza und Matilda ist nicht vollständig gesichert, doch vier Schwestern sind eindeutig belegt: Adela, die den Grafen von Blois heiratete, Ceciliy, die Nonne wurde, Agatha, die unverheiratete starb, und Constance, die den Herzog der Bretagne heiratete. [4]

Berichte lassen auf eine angespannte Beziehung zwischen den drei überlebenden Söhnen von Wilhelm I schließen. Der zeitgenössische Chronist Ordericus Vitalis schrieb über einen Zwischenfall, der sich 1077 oder 78 in L'Aigle in der Normandie ereignete: Wilhelm II und Heinrich, denen es langweilig geworden war, Würfel zu spielen, entschieden, von einer Galerie aus einen vollen Nachttopf über ihrem Bruder Robert auszuleeren. Dies machte ihn wütend und beschämte ihn. Ein Streit brach aus, und Wilhelm I musste sich einmischen, um wieder Ruhe einkehren zu lassen. [5] Barlow vermutete sogar, dass Wilhelm II und Heinrich auf robert Uriniert haben könnten. [5]

England und Frankreich

Die Teilung der Ländereien von Wilhelm I dem Eroberer in zwei Teile stellte ein Dilemma dar für jene Adlige, die Land auf beiden Seiten des Englischen Kanals besaßen. Da der jüngere Wilhelm und sein Bruder Robert natürliche Rivalen waren, sorgten sich diese Adligen, dass es ihnen nicht gelingen würde, ihre beiden Lehnsherren zufrieden zu stellen, und somit riskierten, die Gunst eines Herrschers zu verlieren oder sogar von beiden. [6] Ihrer Meinung nach war die einzige Lösung, England und die Normandie unter einer Herrschaft zu vereinen. Die Verfolgung dieses Ziehls führte zu einem Aufstand gegen Wilhelm zugunsten von Robert in der Rebellion von 1088, unter der Führung des mächtigen Bischofs Odo von Bayeux, der ein Halbbruder von Wilhelm I dem Eroberer und somit Onkel der beiden war. [7] Da Robert nicht in England erschien, um seine Anhänger um sich zu versammeln, gewann Wilhelm die Unterstützung der engländer mit Silber und Versprechen einer besseren Regierung, und schlug die Rebellion nieder. 1091 fiel er in der Normandie ein, vernichtete Roberts Truppen und zwang ihn, einen Teil seiner Ländereien zu übergeben. Die beiden legten ihre Differenzen bei und Wilhelm war einverstanden, Robert dabei zu helfen, Land zurück zu erobern, das er an Frankreich verloren hatte, besonders das Maine. Dieser Plan wurde später aufgegeben, doch Wilhelm führte bis zum Ende seines Lebens eine wilde, fast kriegsgleiche Verteidigung seiner französischen Besitzungen und Interessen fort. Besonders erwähnenswert ist dabei seine Antwort auf den Versuch von Elias de la Flèche, Graf von Maine, 1099 le Mans zu erobern. [8]

Wilhelm II war damit sicher in seinem Reich. So wie auch in der Normandie waren die Bischöfe und Äbte durch feudale Verpflichtungen an ihn gebunden. Sein Recht der Investitur (der Bestimmung und Einsetzung von Kirchenmännern) in der normannischen Tradition herrschte in seinem Königreich vor, und das in einer Zeit des Investiturstreits, der dem salischen Kaiser Heinrich IV die Exkommunikation einbrachte. Die persönliche Macht des Königs, durch eine effektive und loyale Verwaltung, ging in ihrem Ausmaß herunter bis in die Gemeinden. Die Verwaltung und Gesetze des Königs einigten das Reich, was ihn recht unverwundbar machte gegenüber Päpstlicher Verdammung. 1097 gab er die ursprüngliche Westminster Hall in Auftrag, erbaut, "um seine Untertanen zu beeindrucken mit der Macht und Majestät seiner Autorität." [9]

Religion

Weniger als zwei Jahre nach seiner Thronbesteigung verlor Wilhelm II den Berater und Vertrauten seines Vaters, den italienisch-normannischen Erzbischof Lanfranc von Canterbury. Nach Lanfrancs Tod 1089 verschob der König die Ernennung eines neuen Erzbischofs für viele Jahre, und verwendete die kirchlichen Einnahmen in der Zwischenzeit selbst. Als er 1093 schwer erkrankte, ernannte Wilhelm in Panik einen anderen normannisch-italienischen Kirchenmann zum Erzbischof, Anselm, ein stärkerer Anhänger der Gregorianischen Reformen in der Kirche als Lanfranc. Wilhelm und Anselm waren sich in einer Reihe kirchlicher Angelegenheiten uneinig, in deren Verlauf der König über Anselm sagte, "gestern hasste ich ihn mit großem Hass, heute hasse ich ihn mit noch größerem Hass und er kann sicher sein, dass ich ihn morgen und danach dauerhaft mit noch wilderem und bittererem Hass hassen werde." [10] Der englische Klerus, dem König durch ihre Lebensumstände und Beförderungen verpflichtet, konnte Anselm öffentlich nicht unterstützen. 1095 rief Wilhelm ein Konzil in Rockingham ein, um Anselm in die Knie zu zwingen, doch der Erzbischof blieb hart. Im Oktober 1097 ging Anselm ins Exil und brachte seinen Fall vor den Papst. Der diplomatische und flexible Urban II, der neu auf dem päpstlichen Stuhl war, war in einen großen Streit mit Heinrich IV, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, verwickelt, und Heinrich IV widerum unterstützte den Gegenpapst Clemens III. Um sich nicht noch einen weiteren Feind zu machen, schloss Urban einen Vertrag mit Wilhelm, durch den dieser Urban als Papst anerkannte, während Urban dem anglo-normannischen kirchlichen Status Quo seine Zustimmung gab. Anselm blieb im Exil und Wilhelm konnte die Einnahmen des Erzbischofssitzes von Canterbury bis zum Ende seiner Herrschaft für sich beanspruchen. [11]

Dieser Konflikt war jedoch nur ein Symptom der mittelalterlichen englischen Politik, wie sich auch am Mord an Thomas Becket während der Herrschaft des späteren Plantagenet-Königs Heinrich II (Wilhelms Großneffe durch seinen Bruder Heinrich I) zeigt, und die Handlungen von Heinrich VIII Jahrhunderte später, und sollten als solche nicht als Fehler von Wilhelm II's Herrschaft allein angesehen werden. Natürlich waren zeitgenössische Kirchenmänner selbst nicht unschuldig, an solcher Politik teilzunehmen: Berichte zeigen, dass Erzbischof Lanfranc Wilhelm I riet, den rebellischen Bischof Odo von Bayeux gefangen zu nehmen, und dieser ausrief: "Was! Er ist ein Kirchenmann". Lanfranc antwortete darauf: "Ihr werdet nicht den Bischof von Bayeux gefangen nehmen, sondern den Earl of Kent". Odo hatte zu dieser Zeit beide Titel. [12]

Obwohl es Beschwerden von Zeitgenossen über Wilhelms persönliches Verhalten gibt, war er auch bedeutend dabei, die Abtei Bermondsey zu gründen, und überschrieb ihr das Herrenhaus Bermondsey. Es wird auch berichtet, dass sein "üblicher Fluch" "Beim Gesicht von Lucca!" war. Es scheint vernünftig zu sein, anzunehmen, dass solche Details ein Anzeichen für Wilhelms persönliche Glaubensvorstellungen war.

Krieg und Rebellion

Wilhelm II Rufus erbte die anglo-normannische Vereinbarung, die im Domesday Book von 1086 aufgezeichnet wurde - einer Untersuchung auf Befehl seines Vaters, besonders für die Besteuerung, die ein Beispiel für die Kontrolle der englischen Monarchie war. Wenn er weniger effektiv darin war als sein Vater, den Hang der normannischen Adligen zu Rebellion und Gewalt zu unterdrücken, durch Charisma oder politische Fähigkeiten, war er gewalttätig darin, die Konsequenzen zu bekämpfen. 1095 weigerte sich Robert de Mowbray, Earl of Northumbria, an der Curia Regis teilzunehmen, dem dreimal jährlichen Hof, bei dem der König seine Regierungsentscheidungen den großen Lords mitteilte. Wilhelm führte eine Armee gegen Robert und besiegte ihn. Robert wurde enteignet und eingesperrt und ein weiterer Adliger, William of Eu, der des Verrats bezichtigt wurde, wurde geblendet und kastriert. [13]

Bei äußeren Angelegenheiten hatte Wilhelm einigen Erfolg. 1091 schlug er eine Invasion von König Malcolm III von Schottland zurück und zwang diesen, ihm Gefolgschaft zu schwören. 1092 ließ er Carlisle Castle erbauen und übernahm die Kontrolle über cumberland und Westmorland, die zuvor von den Schotten beansprucht worden waren. [7] Schlussendlich stritten sich die beiden Könige über Malcolms Besitzungen in England, und Malcolm fiel erneut ein und verwüstete Northumbria. In der Schlacht von Alnwick am 13. November 1093 legte Robert de Mowbray einen Hinterhalt für Malcolm. Er und sein Sohn Edward wurden getötet, sein Bruder Donald eroberte den Thron. Wilhelm unterstützte Malcolms Sohn Duncan II, der die Macht für eine Kurze Zeit hielt, ihm folgte Edgar, ein weiterer von Malcomls Söhnen. Edgar eroberte 1094 Lothian und setzte Donald 1097 ab, mit Hilfe von Wilhelm in einem Feldzug, der von Edgar Aetheling angeführt wurde. Der neue König erkannte Wilhelms Autorität über Lothian an und suchte Wilhelms Hof auf.

Wilhelm machte zwei Vorstöße nach Wales im Jahr 1097. Nichts entscheidendes konnte gewonnen werden, doch eine Reihe von Burgen wurde als Verteidigungswall im Marschland erbaut. [14]

1096 Schloss sich Wilhelms Bruder Robert Curthose dem Ersten Kreuzzug an. Er brauchte Geld, um sein Abenteuer zu finanzieren und verpfändete Wilhelm für 10.000 Mark - etwa ein viertel von Wilhelms jährlichem Einkommen - das Herzogtum Normandie. Als Beispiel für die Effektivität von Englischer Besteuerung erhob Wilhelm das Geld, indem er eine besondere, schwere, und sehr abgelehnte Steuer auf ganz England erhob. Er regierte dann die Normandie als Regent in Roberts Abwesenheit. Robert kehrte erst im September 1100 zurüc, einen Monat nach Wilhelms Tod. [15]

Als Regent in der Normandie führte Wilhelm einen Feldzug in Frankreich durch von 1097 bis 1099. Er sicherte sich das nördliche Maine, konnte aber nicht den französisch kontrollierten Teil des Vexin erobern. Laut William of Malmesbury plante er zum Zeitpunkt seines Todes, in das Herzogtum Aquitanien einzufallen. [16]

Tod

Wilhelm ging am 2. August 1100 im New Forest auf die Jagd, wahrscheinlich nahe Brockenhurst, und wurde von einem Pfeil durch die Lunge getötet, wobei die Umstände jedoch unklar sind. Der früheste Bericht über den Abend findet sich in der Angelsächsischen Chronik, die beschreibt, dass der König "von einem Pfeil von einem seiner eigenen Männer erschossen" wurde. [17] Spätere Chronisten fügten den Namen des Mörders hinzu, ein Adliger namens Walter Tirel, obwohl die Beschreibung der Ereignisse später ausgeschmückt wurde mit anderen Details, die vielleicht oder vielleicht auch nicht wahr sind. [18] Die erste Erwähnung irgend eines genaueren Ortes als dem New forest findet sich bei John Leland, der 1530 schrieb, dass Wilhelm in Thorougham stieb, einem Ortsnamen, der nicht länger benutzt wurde, sich aber möglicherweise auf einen Ort bezieht, der heute Park Farm auf den Beaulieu Ländereien ist. [19] [20] Ein Gedenkstein auf dem Land der Abtei Beaulieu in Hampshire sagt, "Erinnert euch an König Wilhelm Rufus, der in diesen Teilen starb, die jetzt bekannt sind als Truham, während er am 2. August 1100 auf der Jagd war".

Der Körper des Königs wurde von den Adligen an dem Ort zurück gelassen, an dem er gefallen war. Ein Pfeilmacher, Eli Parratt, fand den Körper später. Wilhelms jüngerer Bruder Heinrich eilte nach Winchester, um sich den königlichen Schatz zu sichern, und dann nach London, wo er innerhalb weniger Tage gekrönt Wurde, bevor noch irgend ein Erzbischof erscheinen konnte. William of Malmesbury schreibt in seinem Bericht über Wilhelms Tod, dass der Körper von einigen Landmännern in die Winchester Cathedral gebracht wurde. Zu ihnen gehörte auch Eli, der die Leiche entdeckt hatte. [21]

Für die Chronisten, Männer der Kirche, war solch ein "Akt Gottes" ein gerechtes Ende für einen bösen König, und wurde als passender Niedergang für einen Herrscher angesehen, der in Konflikt gekommen war mit der religiösen Ordnung, zu der sie gehörten. [22] In den folgenden Jahrhunderten wurde wiederholt die offensichtliche Vermutung angestellt, dass einer von Wilhelms Feinden eine Hand im Spiel gehabt haben könnte: die Chronisten der Zeit wiesen selbst darauf hin, dass Tirel als guter Bogenschütze bekannt war und es somit unwahrscheinlich wäre, dass er einen so impulsiven Schuss gemacht haben könnte. Mehr noch sagt Bartlett, dass die Rivalität zwischen Brüdern das Muster politischer Konflikte in dieser Zeit war. [23] Wilhelms Bruder Heinrich gehörte zu der Jagdgruppe dieses Tages und wurde sein Nachfolger als König.

Moderne Gelehrte haben die Frage wieder aufgegriffen, und einige haben die Mord-Theorie glaubwürdig oder verlockend gefunden, [24] doch die Theorie ist nicht allgemein akzeptiert. Barlow sagt, dass Unfälle üblich waren und es nicht genug Beweise gibt, um einen Mord zu beweisen. [25] Bartlett notiert, dass die Jagd gefährlich war. [26] Poole sagt, die Tatsachen "sehen hässlich aus" und "scheinen eine Verschwörung anzudeuten". John Gillingham weist darauf hin, dass wenn Heinrich geplant hätte, Wilhelm zu ermorden, es in seinem Interesse gelegen hätte, länger zu warten. Es sah aus, als würde es bald Krieg geben zwischen Wilhelm und seinem Bruder Robert, was dazu führen würde, dass einer von beiden eliminiert werden würde, was den Weg für Heinrich frei gemacht hätte, England und die Normandie durch einen einzigen Mord für sich zu gewinnen. [27] Tirel floh sofort. Heinrich hatte am meisten zu gewinnen durch den Tod seines Bruders. Tatsächlich "scheinen [Heinrichs Handlungen] vorsätzlich geplant gewesen zu sein: seinen toten Bruder völlig ignorierend ritt er direkt nach Winchester, eroberte den Schatz (immer die erste Handlung eines usurpierenden Königs) und ließ sich am nächsten Tag zum König wählen". [28] [29]

Wilhelms Überreste befinden sich in der Winchester Cathedral, verteilt um königliche Leichenkisten. Sein Schädel scheint zu fehlen, doch einige lange Knochen könnten noch übrig sein. [30]

Rufus-Stein

Ein Stein bekannt als der "Rufus Stein", nahe der A31 bei dem Dorf Minstead soll den Ort markieren, an dem Wilhelm gefallen ist. Es heißt, dass dieser Ort seines Todes von einem Besuch durch Charles II in diesem Wald im 17. Jh. datiert. Zu dieser Zeit beinhaltete der beliebteste Bericht über Wilhelms Tod, dass der fatale Pfeil von einem Baum abprallte und Charles scheint ein passender Baum aufgefallen zu sein. Briefe im The Gentleman's Magazine berichteten, dass der Baum im 18. Jh. gefällt und verbrannt worden sei. Später im gleichen Jahrhundert wurde der Rufus Stein aufgestellt. Ursprünglich war er 1,78m hoch mit einer Kugel auf der Spitze. König George III besuchte den Stein 1789, zusammen mit Königin Charlotte, und eine Inschrift wurde hinzugefügt, um an den Besuch zu erinnern. Der Stein wurde 1841 nach wiederholtem Vandalismus zum Schutz mit einem eisernen Zaun umgeben. [31]

Die Inschrift auf dem Stein lautet:

Hier stand der Eichenbaum, den ein Pfeil, abgeschossen von Sir Walter Tyrrell auf einen Hirsch, streifte und König Wilhelm den Zweiten, genannt Rufus, in die Brust schoss, wodurch er sofort starb, am zweiten Tag des August, anno 1100.

Damit der Ort, an dem ein Ereignis so erinnerungswürdig hiernach nicht vergessen gehen werde; der eingeschlossene Stein wurde aufgestellt von John Lord Delaware, der den Baum an diesem Ort wachsen gesehen hatte. Dieser Stein ist sehr oft verstümmelt worden, und die Inschriften auf jeder seiner drei Seiten entstellt, dieses sehr Dauerhaften Denkmals, mit den ursprünglichen Inschriften, das im Jahr 1841 errichtet worden war, von Wm [William] Sturges Bourne Warden.

König Wilhelm der Zweite, genannt Rufus wurde erschlagen, wie zuvor erwähnt, wurde in einen Wagen gelegt, der zu einem Purkis gehörte, und von hier gezogen, nach Winchester, und in der Kathedralenkirche dieser Stadt begraben. [32]

Zeitgenössische Beurteilung

Wilhelm war ein effektiver Soldat, doch er war ein rücksichtsloser Herrscher und, scheint es, wurde von denen, die er regierte, nicht besonders gemocht. Laut der Angelsächsischen Chronik war er "gehasst von beinahe all seinem Volk und abstoßend für Gott." [33] Chronisten tendierten zu einer düsteren Ansicht über Wilhelms Herrschaft, zweifellos aufgrund seiner langen und schwierigen Streitigkeiten mit der Kirche: diese Chronisten waren selbst üblicherweise Kleriker und man erwartete möglicherweise von ihnen, etwas negatives zu berichten. Sein oberster Berater war Ranulf Flambard, den er 1099 zum Bischof von Durham ernannte: dies war eine politische Ernennung, in eine Diözese, die auch ein großes Lehen war. Die Einzelheiten über die Beziehung des Königs zum Volk von England sind nicht ausführlich dokumentiert. Zeitgenossen von Wilhelm sowie auch jene, die nach seinem Tod schrieben, beschuldigen ihn eindeutid, etwas vorzusitzen, was diese Kritiker als einen zügellosen Hof betrachteten. Indem er es mit den Traditionen der normannischen Anführer hielt, verschmäte Wilhelm die Engländer und die englische Kultur. [34]

Sexualität

Zeitgenossen von Wilhelm hatten Bedenken über einen Hof, der von Homosexualität und unmännlichem Verhalten dominiert wurde, obwohl es scheint, dass dies mehr mit luxuriöser Ausstattung als mit tatsächlichen sexuellen Praktiken zu tun hatte. [35] Die Überlieferungen der Abtei Wilton in den 1140ern zitierend schrieb Herman von Tournai, dass die Äbtissin der schottischen Prinzessin Edith (später Matilda, Ehefrau von Heinrich I) befohlen hatte, den Schleier zu nehmen, um sie vor der Lust von Wilhelm II Rufus zu schützen. Dies verärgerte Ediths Vater aufgrund des Einflusses, den das auf ihre Heiratsaussichten haben könnte. [36]

Die Historikerin Emma Mason schrieb, dass Wilhelm selbst während seiner Herrschaft niemals offen der Homosexualität beschuldigt wurde. In den Jahrzehnten nach seinem Tod sprachen unzählige mittelalterliche Schreiber davon und einige begannen, ihn als einen "Sodomiten" zu bezeichnen. Moderne Historiker können nicht mit Sicherheit sagen, ob Wilhelm homosexuell war oder nicht; er heiratete jedoch niemals und nahm niemals eine Mätresse, oder zeugte irgendwelche Kinder. Als Junggesellen-König ohne Erben hätte Wilhelm unter dem Druck gestanden, sich eine Frau zu nehmen und hätte unzählige Ehevorschläge bekommen. Dass er niemals irgendeinen dieser Vorschläge akzeptierte oder irgendwelche Beziehungen zu Frauen hatte, könnte zeigen, dass er entweder kein Verlangen nach Frauen hatte oder möglicherweise einen Schwur der Reinheit oder des Zölibats leistete. [37]

Barlow sagte, dass die walisischen Chroniken behaupten, dass Heinrich deshalb den Thron besteigen konnte, weil sein Bruder Konkubinen benutzt hatte und deshalb kinderlos gestorben war, obwohl keine illegitimen Kinder benannt werden. Barlow gibt auch zu, dass Wilhelm möglicherweise zeugungsunfähig gewesen sein könnte. Er weist darauf hin, dass keine "Favoriten" benannt wurden, und dass Wilhelms "baronische Freunde und Gefährten größtenteils verheiratete Männer waren", obwohl er geschlussfolgert hatte, dass die Chronisten "feindliche und voreingenommene Zeugen waren", geht Barlow davon aus, dass "es keinen Grund zu geben scheint, warum sie diesen bestimmten Vorwurf erfunden haben könnten" und sagt, dass seiner Meinung nach "im großen und ganzen die Hinweise darauf deuten, dass der König bisexuell war". [38]

Stammbaum[]

  1. Robert I, Herzog der Normandie ⚯ | Herleva; ⚯ || NN
    1. | ♔ Wilhelm I der ErobererMatilda von Flandern
      1. Robert Curthose (*1051-54, ✝ 1134) ⚭ Sibylla von Conversano
      2. Richard (* vor 1056, ✝ um 1075)
      3. Wilhelm II Rufus (*1056-60, ✝ 1100)
      4. Heinrich I (*1068, ✝ 1165) ⚭ | Matilda von Schottland; ⚭ || Adeliza of Louvain
      5. Adeliza (✝ vor 1113) ⚬ Harald II Godwinson
      6. ⛪ Cecilia (* vor 1066, ✝ 1127), Äbtissin von Ste-Trinité in Caen
      7. Matilda (* 1061, ✝ 1086)
      8. Constance (✝ 1090) ⚭ Alan IV, Herzog der Bretagne
      9. Adela (* 1067, ✝ 1137) ⚭ Stephen, Graf von Blois
      10. Agatha (?) ⚬ ♔ Alfonso VI von León und Kastilien
    2. || Adelaide von der Normandie ⚭ | Enguerrand II, Graf von Ponthieu; ⚭ || Lambert II, Graf von Lens; ⚭ ||| Odo II von der Champagne
      1. | Adelaide (✝ 1096)
      2. || Judith von LensWaltheof, Earl of Northumbria
      3. || Stephen, Graf von Aumale (✝ 1127)

Anmerkungen[]

  1. Barlow, Frank (2004). "William II (c.1060–1100)". Oxford Dictionary of National Biography
  2. 10
  3. 7
  4. 8
  5. 5,0 5,1 9
  6. 11
  7. 7,0 7,1 12
  8. 13
  9. 14
  10. 15
  11. 16
  12. 18
  13. 19
  14. 20
  15. 21
  16. 22
  17. 23
  18. 24
  19. 25
  20. 26
  21. 28
  22. 29
  23. 30
  24. 31
  25. 32
  26. 33
  27. 34
  28. 35
  29. 36
  30. 38
  31. 39
  32. 42
  33. 43
  34. 44
  35. 45
  36. 46
  37. 47
  38. 48
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