Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
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Die Halbinsel Thanet, von Norden aus gesehen.

Die Halbinsel Thanet liegt am westlichsten Punkt von Kent. In der Vergangenheit durch den Wantsum Kanal vom Festland getrennt handelt es sich inzwischen nicht länger um eine Insel.

Name[]

Alle üblichen Werke für englische Ortsnamen bestätigen, dass der Name Tanet einen britonischen Ursprung hat. Üblicherweise wird die Bedeutung von Thanet für Feuer/helle Insel gehalten, was zu der Spekulation geführt hat, dass die Insel in früheren Zeiten möglicherweise einen Leuchtturm besessen hat.

Die Historia Brittonum aus dem 9. Jh. erklärt, dass Tanet der Name war, den die legendären angelsächsischen Krieger Hengest und Horsa für die Insel benutzt haben, während ihr altwalisischer Name Ruoi(c)hin war, was mit Geschenk übersetzt werden könnte.

Isidore von Sevilla, ein italienischer Erzbischof aus dem 7. Jh., berichtete einen Volksglauben, dass der Name der Insel mit dem Griechischen Wort für Tod (Thanatos) in Verbindung steht und erklärte, dass Thanet "eine Insel des Ozeans, getrennt von Britannien durch einen engen Kanal ... Tanatos genannt wurde durch den Tod von Schlangen; denn während es selbst keine hat, wird erde davon, die zu jedem Ort getragen wird, dort Schlangen töten".

Geschichte[]

Archäologische Ausgrabungen haben gezeigt, dass das Gebiet schon in der Steinzeit stark besiedelt war. Weiterhin wurde ein großer Hort aus der Bronzezeit gefunden, sowie mehrere eisenzeitliche Siedlungen.

2017 wurde eine römische Festung dort ausgegraben, die aus einer Zeit zwischen 55 und 50 v. Chr. stammen könnte, der Zeit, als Julius Caesar seine beiden Britannienfeldzüge durchführte. Die Historiker vermuteten, dass Caesar und seine Soldaten in der Nähe bei Pegwell Bay gelandet sein könnten. Nachdem Kaiser Claudius 43 n. Chr. die Römische Eroberung von Britannien eingeleitet hatte, wurde Richborough auf der anderen Seite des Wantsum Kanals einer der Haupthäfen für die Römer.

Nach dem Zusammenbruch der Römischen Herrschaft und ihrem Rückzug aus Britannien folgten weitere Invasoren. Vortigern, König der Britonen, wurde von anderen Stämmen angegriffen und bat die Sachsen vom Kontinent um Hilfe. Unter ihnen waren die Jüten Hengest und Horsa. Vortigern soll sie für ihre Hilfe mit der Insel Thanet belohnt haben, wie der folgende Auszug aus der Historia Brittonum erklärt: Dann kamen drei Keels, ins Exil getrieben aus Germanien. In ihnen waren die Brüder Horsa und Hengest ... Vortigern hieß sie willkommen und übergab ihnen die Insel, die in ihrer Sprache Thanet genannt wird, in britisch Ruoihm.

Während dieser Zeit blieb Thanet eine Insel. Der Wantsun Kanal ermöglichte es Schiffen, bei ruhigem Wasser zwischen dem Festland und der Insel hin und her zu segeln. Nach und nach füllte er sich auf und das letzte Schiff segelte 1672 durch den Kanal.

597 soll laut Beda Augustinus von Canterbury mit 40 Männern bei Ebbsfleet in der Gemeinde von Minster-in-Thanet gelandet sein, bevor er in Canterbury Britanniens zweites christliches Kloster gründete. Der Ort wird durch ein Kreuz markiert. Das Symbol der Hirschkuh für Minster-in-Thanet soll laut einer Überlieferung folgendermaßen entstanden sein: 670 n. Chr. fragte König Ecberht I von Kent Prinzessin Domne Eafe, welches Stück Land sie als Entschädigung für den Mord an ihren Brüdern haben wolle. Sie antwortete, dass sie nicht mehr wollen würde, als ihre Hirschkuh umrunden könne. Der König gewährte ihr den Wunsch und das Land würde das neue Münster. [1]

Nach den Überfällen auf die Insel Sheppey wurde Thanet ein reguläres Ziel für Wikingerangriffe, denn seine ungeschützten Klöster an der Küste waren leichte Ziele für die Angreifer. 851 und 854 überwinterten die Wikinger auf Thanet und setzten ihre Überfälle im Frühling fort. Die Klöster wurden von den Dänen als Festhallen und Hauptquartiere benutzt. 865 lagerte das Große Heidnische Heer auf Thanet und die Bevölkerung von Kent versprach ihnen Danegeld im Austausch für Frieden. Dennoch hielten sich die Wikinger nicht an die Vereinbarung und führten ihre Plünderungen in Kent weiter.

1334-1335 hatte Thanet die höchste Bevölkerungsdichte in Kent, laut Edward III's Steuerrollen. Weiterhin arbeitete Thanet als Kornkammer für Calais und Dokumente aus der Zeit gegen Ende dieses Jahrhunderts beziehen sich auf turmbesetzte Mauern unter den Klippen, die Reparaturen benötigen. Küstenerosion hat diese Bauten inzwischen längst zerstört.

Anmerkungen[]

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