Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
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Prasutagus (✝ 60 n.Chr.) war ein Herrscher der Iceni und ein Vasallenkönig der Römer in der Provinz Britannia.

Geschichte[]

Im Jahr 43 n.Chr. unterwarf der römische Kaiser Claudius elf britonische Stämme, als er mit der Eroberung von Britannien begann. Während einige Historiker vermuten, dass Prasutagus einer der elf Könige war, die damals unterworfen wurden, glauben andere, dass er erst 48 n.Chr. an die Macht kam und vom römischen Statthalter Publius Ostorius Scapula als Vasallenkönig eingesetzt wurde.

Prasutagus erlangte seinen Status als König oder aber seine relative Unabhängigkeit vermutlich durch Dienste, der er Kaiser Claudius während dessen Eroberung 43 n. Chr. leistete. Dazu gehörten vermutlich einheimische Spione sowie Truppenunterstützung und Verpflegung.

47 n. Chr. schlossen sich einige der Iceni dem Aufstand des Caratacus an, doch Prasutagus scheint daran nicht beteiligt gewesen zu sein, da er auch weiterhin an der Macht blieb, nachdem der Aufstand niedergeschlagen war.

Tacitus berichtet von dem "langanhaltenden Wohlstand" von Prasutagus, was auch bedeuten könnte, dass er ein Iceni-Händler von hohem Adelsrang gewesen sein könnte, der vom Handel mit den Römern profitierte.

Prasutagus war verheiratet mit Boudicca und hatte zwei Töchter im Teenageralter, was bedeutet, dass er bereits ein hohes Alter gehabt haben könnte, als er zum Vasallenkönig wurde. Sein Status war allerdings nicht erblich, dennoch legte Prasutagus in seinem Testament fest, dass sein Territorium zwischen seinen Töchtern und Kaiser Claudius aufgeteilt werden sollte. Doch nach seinem Tod beschlagnahmten die Römer mit dem Vorwurf hoher Schulden sein gesamtes Gebiet und begannen das Volk und den Adel sehr gewalttätig zu unterdrücken, was schließlich zu Boudiccas Aufstand 61 n. Chr. führte.

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