Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
Advertisement

Das County Lothian im heutigen Schottland.

Lothian ist eine Region der Schottischen Lowlands.

Geographie[]

Lothian liegt zwischen der südlichen Küste des Firth of Forth und den Lammermuir-Hügeln. Es besteht aus den Distrikten East Lothian, Midlothian, Edinburgh und West Lothian. Verwaltungszentrum ist die schottische Hauptstadt Edinburgh, andere wichtige Städte sind Livingston, Linlithgow, Bathgate, Queensferry, Dalkeith, Musselburgh, Prestonpans, North Berwick, Dunbar und Haddington.

Etymologie[]

Der Ursprung des Namens Lothian ist umstritten. Er stammt möglicherweise von dem britischen Lugudūniānā (Lleuddiniawn in der modernen walisischen Schreibweise), was "Land der Festung von Lugus" bedeutet, wobei Lugus ein keltischer Gott des Handels ist. [1] Alternativ könnte es seinen Namen von einem Wasserlauf haben, der die Region durchzieht und heute als der Lothian Burn bekannt ist, was entweder von dem britischen lutna ("dunkler oder matschiger Strom") [2] oder von lǭd stammt, dessen Bedeutung mit Überflutung in Zusammenhang steht, [3] oder mit lǖch, was "hell, scheinend" bedeutet. [3]

Eine bekannte Legende ist, dass der Name von König Lot stammt, dem König von Lothian in der Artussage. Die übliche lateinische Bezeichnung des Namens ist Laudonia. [2]

Geschichte[]

Lothian wurde schon früh von den Angeln besiedelt und bildete einen Teil des Königreichs Bernicia, das sich nach Süden ins heutige Northumberland und Durham erstreckte. Viele Ortsnamen an der Grenze von Lothian und Schottland zeigen, dass die englische Sprache vom 6. Jh. an fest in der Region verankert war. Im Verlauf der Zeit wurde Bernicia mit Deira zu dem Königreich Northumbria vereinigt. Es fanden sich wichtige angelsächsische Überreste von Bauwerken in Aberlady zusammen mit verschiedenen Artefakten wie einer angelsächsischen Münze aus dem frühen 9. Jh. [4]

Nur wenig wurde über Lothians Geschichte aufgezeichnet, besonders zu dieser Zeit. Nachdem das Große Heidnische Heer das südliche Northumbria erobert hatte (inklusive von Gebieten, die später zu Yorkshire werden würden), wurde das nördliche Northumbria - zentriert um das frühere anglische Königreich Bernicia - von den anderen angelsächsischen Königreichen abgeschnitten. Wie viel nordischer Einfluss sich über die Gebiete nördlich des Flusses Tees verbreitete, ist unklar. Bernicia blieb als eigenständiges Gebiet erhalten und in manchen Quellen wird erwähnt, dass es einen König hatte, in anderen heißt es, es wäre ein Ealdorman gewesen. Bernicia wurde zu dieser Zeit unabhängig von den anderen englischen Gebieten aufgrund seiner Verbindungen mit den anderen christlichen Königreichen im heutigen Schottland und scheint nur wenig mit den nordisch kontrollierten Gebieten im Süden zu tun gehabt zu haben. Roger of Wendover schrieb, dass Edgar, König der Engländer, 973 Laudian an Kenneth II, König der Schotten übergab, unter der Bedingung, dass dieser an den Hof käme, wann auch immer der englische König oder seine Nachfolger ihre Krone trugen. Es ist weithin anerkannt von mittelalterlichen Historikern, dass dies den Punkt darstellt, an dem Lothian ein Teil von Schottland wurde. Der Fluss Tweed wurde die tatsächliche englisch-schottische Grenze nach der Schlacht von Carham im Jahr 1018.

Wilhelm I der Eroberer fiel in Lothian ein und überquerte den Fluss Forth, [5] konnte es aber nicht erobern. Zu dieser Zeit erscheint Lothian in der Angelsächsischen Chronik als Loðen oder Loþen. Noch 1091 beschreibt die Chronik, wie der schottische König Malcolm III Canmore "ging mit seiner Armee aus Schottland nach Lothian in England" [6] [7] und während der Herrschaft von König David I werden die Menschen, die in Lothian leben, als "englische" Untertanen des Königs beschrieben. Doch die Angelsächsische Chronik reflektierte wohl nicht die Ansicht der Schotten über den Status von Lothian.

Sprache[]

In der nachrömischen Zeit wurde Lothian hauptsächlich von britisch-Sprechern bewohnt, deren Sprache üblicherweise kumbrisch genannt wird und eng verwandt war mit dem walisischen. In den walisischen Überlieferungen ist Lothian ein Teil des "Alten Nordens" (Hen Ogledd). Erinnerungen daran existieren noch in britischen Ortsnamen wie Tranent, Linlithgow und Penicuik. [8]

In der Angelsächsischen Zeit wurde der northumbrische Dialekt des Altenglisch in der Region eingeführt. Anfänglich beschränkt auf Lothian und die Grenzgebiete breitete sich die Sprache aus, veränderte sich und verbreitete sich über die Lowlands von Schottland, wodurch sie schließlich zur schottischen Sprache wurde. Die Dialekte des heutigen Lothian werden üblicherweise als Teil von Zentralschottisch angesehen. Ortsnamen in Lothian von anglischem Ursprung sind Haddington, Inliston und Broxburn.

Obwohl es eines der wenigen Gebiete des Festland-Schottland ist, wo die gälische Sprache nie dominant war, wurde die Anwesenheit einiger gälischer Ortsnamen [8] [9] der "zeitweiligen Besetzung ... [und] der Anwesenheit einer landbesitzenden gälisch sprechenden Aristokratie und ihrer Anhänger für etwa 150 bis 200 Jahre" zugeschrieben. [10]

Örtliche Verwaltung[]

Der Local Government (Scotland) Act von 1973 schaffte die County Councils und Burgh Corporations ab und ersetzte sie mit Regionen und Distrikten. Das Lothian Regional Council übernahm im Mai 1975 formal die Verantwortung von den alten County Councils. Die Region Lothian wurde in vier Distrikte unterteilt: East, Mid und West Lothian und die City of Edinburgh. Das Konzil war verantwortlich für Ausbildung, Sozialarbeit, Wasser, Abwasser und Transport. Das System wurde vom Local Government (Scotland) Act 1994 beendet und das Lothian Regional Council wurde ersetzt durch vier einzelne Konzile basierend auf den früheren Distrikten.

Anmerkungen[]

  1. Koch, John T. (2006) Celtic Culture
  2. 2,0 2,1 Harris, Stuart (2002). The Place Names of Edinburgh: their Origins and History
  3. 3,0 3,1 James, Alan. "A Guide to the Place-Name Evidence" (PDF). SPNS - The Brittonic Language in the Old North
  4. "Important Anglo Saxon remains discovered in East Lothian". www.historyscotland.com
  5. Angelsächsische Chronik
  6. Holland, Andrew; Fellows, Nicholas (September 25, 2015). OCR A Level History: Early Medieval England 871–1107
  7. Angelsächsische Chronik, Jahr 1091
  8. 8,0 8,1 "Ancient Lothian". Cyberscotia.net (existiert nicht mehr)
  9. Craig Cockburn (2005-11-02). "Gaelic roots need to be unearthed". BBC News
  10. W. F. H. Nicolaisen (2001). Scottish Place Names
Advertisement