Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
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Die '''Historia ecclesiastica gentis Anglorum''' (''Kirchengeschichte des englischen Volkes'') ist ein in [https://de.wikipedia.org/wiki/Latein Latein] verfasstes [https://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BChmittelalter frühmittelalterlichesGeschichtswerk des [https://de.wikipedia.org/wiki/Beda_Venerabilis Beda Venerabilis] (672/673-735).
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Die '''''Historia ecclesiastica gentis Anglorum''''' von [[Beda Venerabilis]] ist ein frühmittelalterliches Geschichtswerk aus dem frühen achten Jahrhundert.
   
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== Beschreibung ==
Es entstand im ersten Drittel des 8. Jahrhunderts auf Anregung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Abt Abtes] [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Albinus_von_Canterbury&action=edit&redlink=1 Albinus von Canterbury] († 732) und war König [https://de.wikipedia.org/wiki/Ceolwulf_(Northumbria) Ceolwulf von Northumbrien] gewidmet. Beda schilderte zunächst in Kürze die Geschichte des vorchristlichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Britannien Britannien] und beschäftigt sich dann ausführlich mit der Bekehrung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Angelsachsen Angelsachsen] zum Christentum. Die Darstellung umfasst fünf Bücher und reicht bis 731. Im selben Jahr scheint Beda das Werk abgeschlossen zu haben.
 
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[[Beda Venerabilis|Beda]] schrieb die ''Historia'' auf Anregung des Abtes Albinus von Canterbury und widmete sie [[Ceolwulf (Northumbria)|Ceolwulf]] von [[Northumbria]]. Sie umfasst fünf Bände und endet im Jahr 731.
   
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Beda beschreibt in ihr die Geschichte des vorchristlichen Britannien und danach die Bekehrung der Angelsachsen zum Christentum. Die ''Historia'' gilt als eine der bedeutendsten Quellen der Angelsächsischen Gesichte, da sie sehr umfangreich ist und auch die Beziehungen des angelsächsischen England zum Kontinent beschreibt.
Bedas Werk ist eine der bedeutendsten [https://de.wikipedia.org/wiki/Quelle_(Geschichtswissenschaft) Quellen] zur angelsächsischen Geschichte und recht materialreich; es ist auch hinsichtlich der Beziehungen zwischen dem angelsächsischen England und dem Kontinent sowie allgemein hinsichtlich der Bekehrungsgeschichte der Angelsachsen von großem Wert.<sup id="cite_ref-1">[https://de.wikipedia.org/wiki/Historia_ecclesiastica_gentis_Anglorum#cite_note-1 [1]]</sup> Beda behandelte nicht nur [https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchengeschichte kirchengeschichtliche] Aspekte, sondern widmete auch der Entwicklung der verschiedenen angelsächsischen Königreiche und ihren Herrschern breiten Raum. Das Werk ist in einem guten Latein verfasst und weist teilweise Anlehnungen an klassische Autoren auf. Stilistisch illustrierte Beda den Sieg des Christentums über die alten Götter immer wieder anhand beispielhafter Episoden und bemühte sich um eine lebendige Darstellung.
 
   
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Neben kirchlichen Aspekten wird auch die Entwicklung der verschiedenen Angelsächsischen Königreiche und ihrer Herrscher behandelt.
Beda zog bei der Abfassung des Werks zahlreiche schriftliche Quellen heran, wobei er sich auf die guten Bibliotheken des [https://de.wikipedia.org/wiki/Doppelkloster Doppelklosters] Wearmouth und Jarrow stützen konnte. Dazu zählen mehrere antike (unter anderem [https://de.wikipedia.org/wiki/Plinius_der_%C3%84ltere Plinius der Ältere], [https://de.wikipedia.org/wiki/Eutropius_(Historiker) Eutropius] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Orosius Orosius]) und frühmittelalterliche Autoren (wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Gildas Gildas]) sowie christliche Viten.<sup id="cite_ref-2">[https://de.wikipedia.org/wiki/Historia_ecclesiastica_gentis_Anglorum#cite_note-2 [2]]</sup> Hinzu kamen Berichte aus der näheren Vergangenheit und mündliche Schilderungen. Ein Schwerpunkt der Handlung ist Northumbria, ohne wichtige Ereignisse im Süden aus dem Blick zu verlieren.
 
   
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Beda nahm sich verschiedene Quellen zum Vorbild, wie Plinius den Älteren, Eutropius, Orosius, [[Gildas]] und weitere. Sein Schwerpunkt liegt auf [[Northumbria]], doch er lässt auch die südlichen Ländereien nicht außer acht.
Der Titel ''Historia ecclesiastica'' („Kirchengeschichte“) ist eine offensichtliche Anlehnung an die Kirchengeschichte des [https://de.wikipedia.org/wiki/Eusebius_von_Caesarea Eusebius von Caesarea], die Beda in lateinischer Übersetzung gelesen hatte. Als eines der ersten Geschichtswerke gebrauchte die ''Kirchengeschichte'' Bedas die Jahreszählung [https://de.wikipedia.org/wiki/Christliche_Zeitrechnung nach Christi Geburt].
 
   
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Bis heute existieren mindestens 160 handschriftliche Ausgaben des Werkes, das im 9. Jahrhundert aus dem lateinischen ins altenglische übertragen wurde. Der erste - allerdings unvollständige - Druck erschien 1480, ein weiterer - vollständiger - 1550.
Das Werk war offenbar weit verbreitet, es sind gut 160 [https://de.wikipedia.org/wiki/Kodex Handschriften] bekannt.<sup id="cite_ref-3">[https://de.wikipedia.org/wiki/Historia_ecclesiastica_gentis_Anglorum#cite_note-3 [3]]</sup> Im späten 9. Jahrhundert wurde die ''Kirchengeschichte'' ins Altenglische übertragen. 1480 erschienen sie unvollständig, 1550 erstmals komplett im Druck.
 

Version vom 3. April 2018, 14:41 Uhr

Die Historia ecclesiastica gentis Anglorum von Beda Venerabilis ist ein frühmittelalterliches Geschichtswerk aus dem frühen achten Jahrhundert.

Beschreibung

Beda schrieb die Historia auf Anregung des Abtes Albinus von Canterbury und widmete sie Ceolwulf von Northumbria. Sie umfasst fünf Bände und endet im Jahr 731.

Beda beschreibt in ihr die Geschichte des vorchristlichen Britannien und danach die Bekehrung der Angelsachsen zum Christentum. Die Historia gilt als eine der bedeutendsten Quellen der Angelsächsischen Gesichte, da sie sehr umfangreich ist und auch die Beziehungen des angelsächsischen England zum Kontinent beschreibt.

Neben kirchlichen Aspekten wird auch die Entwicklung der verschiedenen Angelsächsischen Königreiche und ihrer Herrscher behandelt.

Beda nahm sich verschiedene Quellen zum Vorbild, wie Plinius den Älteren, Eutropius, Orosius, Gildas und weitere. Sein Schwerpunkt liegt auf Northumbria, doch er lässt auch die südlichen Ländereien nicht außer acht.

Bis heute existieren mindestens 160 handschriftliche Ausgaben des Werkes, das im 9. Jahrhundert aus dem lateinischen ins altenglische übertragen wurde. Der erste - allerdings unvollständige - Druck erschien 1480, ein weiterer - vollständiger - 1550.