Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Sie gehörten zu den germanischen Stämmen, die im 4. Jh. v. Chr. in dem Gebiet zwischen Bremen und Brügge ansiedelten und viele der kleineren Küsteninseln eroberten. Sie standen lange im Krieg mit dem vorstoßenden Römischen Imperium, bis sie schließlich während der Zeit von [[Constantius Chlorus]] erobert werden konnten. Einer der Einträge der ''Notitia Dignitatum'' <ref>Ein Dokument aus dem spätrömischen Imperium, das die Verwaltung des östlichen und westlichen Imperiums auflistet. Es beschreibt mehrere tausend Ämter des kaiserlichen Hofes über Provinzgouverneure, Diplomaten und Armeeeinheiten.</ref> liest sich "Tribunus cohortis primae Frixagorum Vindobala" und bezieht sich somit auf einen Tribun der ersten Kohorte der "Fixagi", die in Vindobala am [[Hadrianswall]] stationiert waren. Einige Historiker sind der Meinung, dass dies sich auf eine Abteilung der Frisii bezieht, die eigentlich mit Frisiavonum bezeichnet werden sollte, aber fälschlich als Frixagorum geschrieben wurde. Dies ist jedoch umstritten.
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Sie gehörten zu den germanischen Stämmen, die im 4. Jh. v. Chr. in dem Gebiet zwischen Bremen und Brügge ansiedelten und viele der kleineren Küsteninseln eroberten. Sie standen lange im Krieg mit dem vorstoßenden Römischen Imperium, bis sie schließlich während der Zeit von [[Constantius Chlorus]] erobert werden konnten. Einer der Einträge der ''Notitia Dignitatum'' <ref>Ein Dokument aus dem spätrömischen Imperium, das die Verwaltung des östlichen und westlichen Imperiums auflistet. Es beschreibt mehrere tausend Ämter des kaiserlichen Hofes über Provinzgouverneure, Diplomaten und Armeeeinheiten.</ref> liest sich "''Tribunus cohortis primae Frixagorum Vindobala''" und bezieht sich somit auf einen Tribun der ersten Kohorte der "''Fixagi''", die in Vindobala am [[Hadrianswall]] stationiert waren. Einige Historiker sind der Meinung, dass dies sich auf eine Abteilung der Frisii bezieht, die eigentlich mit Frisiavonum bezeichnet werden sollte, aber fälschlich als Frixagorum geschrieben wurde. Dies ist jedoch umstritten.
   
Die ''[[Historia Brittonum]]'' enthält eine Liste von 33 antiken Städten in Britannien, darunter auch ''Cair Peris'', deren Lage nicht bekannt ist. Sie enthält auch Hinweise auf die [[Pikten]] und [[Orkney]] und einen Ort namens "ultra mare Fenessicum". ''Cair'' wird üblicherweise vom walisischen ''caer'' mit Festung übersetzt, während das Wort ''Peris'' umstritten ist und für einen Hinweis auf die Friesen gehalten wird. Im Zusammenhang mit der ''Historia'' scheint das "mare Frenessicum" sich auf den [[Firth of Forth]] zu beziehen.
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Die ''[[Historia Brittonum]]'' enthält eine Liste von 33 antiken Städten in Britannien, darunter auch ''Cair Peris'', deren Lage nicht bekannt ist. Sie enthält auch Hinweise auf die [[Pikten]] und [[Orkney-Inseln|Orkney]] und einen Ort namens "''ultra mare Fenessicum''". ''Cair'' wird üblicherweise vom walisischen ''caer'' mit Festung übersetzt, während das Wort ''Peris'' umstritten ist und für einen Hinweis auf die Friesen gehalten wird. Im Zusammenhang mit der ''Historia'' scheint das "mare Frenessicum" sich auf den [[Firth of Forth]] zu beziehen.
   
 
Im 3. und 4. Jh. verringerte sich die Bevölkerung von Frisia immer weiter und im 5. Jh. erlebte sie einen dramatischen Niedergang. Archäologische Hinweise deuten an, dass nur noch kleine Gruppen der ursprünglichen Bevölkerung zurückblieben und das Land etwa zwei Jahrhunderte größtenteils unbewohnt war, bevor es nach und nach von den Sachsen neu besiedelt wurden, die man später als "Friesen" bezeichnete, obwohl sie nicht von den ursprünglichen Frisii abstammten.
 
Im 3. und 4. Jh. verringerte sich die Bevölkerung von Frisia immer weiter und im 5. Jh. erlebte sie einen dramatischen Niedergang. Archäologische Hinweise deuten an, dass nur noch kleine Gruppen der ursprünglichen Bevölkerung zurückblieben und das Land etwa zwei Jahrhunderte größtenteils unbewohnt war, bevor es nach und nach von den Sachsen neu besiedelt wurden, die man später als "Friesen" bezeichnete, obwohl sie nicht von den ursprünglichen Frisii abstammten.

Aktuelle Version vom 2. Mai 2019, 13:39 Uhr

Die Friesen - ursprünglich die Frisii, möglicherweise die Vorfahren der heutigen Friesen - waren ein germanischer Volksstamm im nordwestlichen Germanien.

Geschichte[]

Sie gehörten zu den germanischen Stämmen, die im 4. Jh. v. Chr. in dem Gebiet zwischen Bremen und Brügge ansiedelten und viele der kleineren Küsteninseln eroberten. Sie standen lange im Krieg mit dem vorstoßenden Römischen Imperium, bis sie schließlich während der Zeit von Constantius Chlorus erobert werden konnten. Einer der Einträge der Notitia Dignitatum [1] liest sich "Tribunus cohortis primae Frixagorum Vindobala" und bezieht sich somit auf einen Tribun der ersten Kohorte der "Fixagi", die in Vindobala am Hadrianswall stationiert waren. Einige Historiker sind der Meinung, dass dies sich auf eine Abteilung der Frisii bezieht, die eigentlich mit Frisiavonum bezeichnet werden sollte, aber fälschlich als Frixagorum geschrieben wurde. Dies ist jedoch umstritten.

Die Historia Brittonum enthält eine Liste von 33 antiken Städten in Britannien, darunter auch Cair Peris, deren Lage nicht bekannt ist. Sie enthält auch Hinweise auf die Pikten und Orkney und einen Ort namens "ultra mare Fenessicum". Cair wird üblicherweise vom walisischen caer mit Festung übersetzt, während das Wort Peris umstritten ist und für einen Hinweis auf die Friesen gehalten wird. Im Zusammenhang mit der Historia scheint das "mare Frenessicum" sich auf den Firth of Forth zu beziehen.

Im 3. und 4. Jh. verringerte sich die Bevölkerung von Frisia immer weiter und im 5. Jh. erlebte sie einen dramatischen Niedergang. Archäologische Hinweise deuten an, dass nur noch kleine Gruppen der ursprünglichen Bevölkerung zurückblieben und das Land etwa zwei Jahrhunderte größtenteils unbewohnt war, bevor es nach und nach von den Sachsen neu besiedelt wurden, die man später als "Friesen" bezeichnete, obwohl sie nicht von den ursprünglichen Frisii abstammten.

Anmerkungen[]

  1. Ein Dokument aus dem spätrömischen Imperium, das die Verwaltung des östlichen und westlichen Imperiums auflistet. Es beschreibt mehrere tausend Ämter des kaiserlichen Hofes über Provinzgouverneure, Diplomaten und Armeeeinheiten.