Geschichte der Britischen Monarchie Wiki

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Flavius Claudius Constantinus, auch als Constantine III oder Konstantine III (Gegenkaiser) bekannt, war ein römischer General, der sich selbst 407 zum Weströmischen Kaiser in Britannien erklärte. Es gelang ihm, sich in Gallien zu etablieren und er wurde Co-Kaiser 409 bis 411.

Geschichte[]

Hintergrund[]

406 kam es zu Aufständen in der Provinz des römischen Britannien. Die Garnisonen waren nicht bezahlt worden und wählten nun ihren eigenen Anführer. Ihre ersten beiden Wahlen führten zu Marcus und Gratian, die jedoch ihren Erwartungen nicht gerecht und daher getötet wurden. Aus Angst vor einer germanischen Invasion und durch den Wunsch nach einer gewissen Sicherheit in ihrer schnell auseinander brechenden Welt wünschte sich das römische Militär in Britannien einen starken und fähigen Anführer, den sie in Constantinus fanden, der nach dem berühmten Kaiser des frühen 4. Jh. benannt worden war, Constantine I der Große. Dieser hatte sich selbst an die Macht gebracht durch einen Militärputsch in Britannien.

Constantine war ein gewöhnlicher Soldat, doch er hatte Fähigkeiten. Anfang 407 erklärten sie ihn zum Kaiser. Constantine machte seinen Zug schnell. Er überquerte den Kanal bei Bononia (Boulogne) und nahm alle mobilen Truppen mit sich, die noch in Britannien verblieben waren (wie Historiker vermuten), womit er die Provinz allen militärischen Schutzes beraubte, was auch das Verschwinden der Legionen aus Britannien im frühen fünften Jahrhundert erklärt. Die Römischen Truppen in Gallien erklärten sich für ihn, gefolgt von den meisten in Hispania. Am 31. Dezember 406 hatten verschiedene barbarische Stämme wie die Vandalen, Burgunder, Alanen und Sueben den Rhein überquert, vermutlich in der Nähe von Mainz, und überrannten die römischen Verteidigungsanlagen zu einer erfolgreichen Invasion des Weströmischen Imperiums.

Constantines Truppen gewannen mehrere Zusammenstöße mit den Vandalen und sicherten schnell die Linie des Rheins. Der offizielle Weströmische Kaiser, Honorius, befahl Stilicho, seinem Magister Militum, Constantine zu vernichten. Sarus der Gote, ein Kommandant unter Honorius, besiegte zwei von Constantines Generälen, Justinianus und den Franken Nebiogastes, die die Vorhut seiner Truppen führte. Nebiogastes wurde eingeschlossen und dann getötet. Constantine schickte eine weitere Armee, die von Edobichus und Gerontius angeführt wurde, und Sarus zog sich nach Italien zurück, wobei er sich den Weg über die Alpenpässe von den Bagaudae erkaufen musste, die diese kontrollierten. Damit kontrollierte Constantine ganz Gallien und besetzte die Alpenpässe nach Italien mit Garnisonen. Bis zum Mai 408 hatte er Arles zu seiner Hauptstadt gemacht, wo er Apollinaris zum Präfekten ernannte.

Anerkennung als Ko-Imperator[]

Im Sommer 408 versammelten sich die römischen Truppen in Italien zum Gegenangriff. Hispania war eine Festung des Hauses von Theodosius I und stand dem untauglichen Honorius loyal gegenüber. Constantine fürchtete, dass die Cousins von Honorius einen Angriff aus dieser Richtung organisieren würden, während Truppen unter Sarus und Stilicho ihn von Italien aus angriffen. Er schlug zunächst in Hispania zu. Er rief seinen ältesten Sohn Constans II aus dem Kloster zurück, in dem er lebte, erhob ihn zum Caesar und schickte ihn mit General Gerontius nach Hispania, wo sie die Cousins des Honorius ohne große Schwierigkeiten besiegten. Zwei davon, Didymus und Verinianus, wurden gefangen genommen, zwei weitere entkamen: Lagodius nach Rom und Theodosiolus nach Konstantinopel.

Constans ließ seine Frau und seinen Haushalt in Saragossa unter der Aufsicht von Gerontius und kehrte nach Arles zurück, um seinem Vater Bericht zu erstatten. Während dessen meuterte die loyale römische Armee in Pavia im August, und wenige Tage später wurde Stilicho exekutiert. Intrigen am Kaiserhof sorgten dafür, dass Sarus und seine Männer die Armee verließen. Somit blieb Honorius in Ravenna zurück, ohne signifikante militärische Macht, und sah sich einer gotischen Armee unter Alarich gegenüber, die ohne Widerstand in Italien marodierte. Als schließlich Constantines Gesandte zu Verhandlungen erschienen, erkannte der ängstliche Honorius Constantine als Mitkaiser an.

Marsch auf Italien[]

In diesem Jahr erreichte Constantine die Spitze seiner Macht. Während er gegen Honorius' Armeen gekämpft hatte, hatten einige der Vandalenstämme seine Verteidigungen am Rhein überrannt und verbrachten zwei Jahre und acht Monate damit, sich ihren Weg durch Gallien zu plündern und zu brennen. Sie erreichten die Pyrenäen, wo sie Constantines Garnisonen durchbrachen und nach Spanien eindrangen. Constantine bereitete sich darauf vor, seinen Sohn Constans II dort hin zurück zu schicken, um sich mit dieser Krise zu befassen, als ihn die Nachricht erreichte, dass General Gerontius rebelliert und seinen Verwandten Maximus von Hispanier zum Mitkaiser erhoben hatte. Obwohl Constantine alles in seiner Macht stehende tat, erfolgte der befürchtete Angriff aus Hispania im folgenden Jahr, als Gerontius mit seinen barbarischen Verbündeten vorstieß.

Etwa um die gleiche Zeit fielen sächsische Piraten in Britannien ein, das Constantine verteidigungslos zurückgelassen hatte. Verzweifelt darüber, dass es Constantine nicht gelungen war, sie zu verteidigen, rebellierten die römischen Bewohner von Britannien und Armorica und vertrieben seine Beamten.

Constantines Antwort auf diesen enger werdenden Kreis von Feinden war ein finales, verzweifeltes Spiel. Ermutigt vom flehen der Beamten am westlichen Hof marschierte er nach Italien, mit den Truppen, die ihm geblieben waren. Sie wollten Honorius mit einem fähigeren Herrscher ersetzen. Constantine hatte jedoch nur unzureichende Truppen und zog sich im späten Frühjahr 410 nach Gallien zurück. Seine Position war unhaltbar geworden. Gerontius besiegte seine Truppen 411 bei Vienne, wo auch sein Sohn Constans II gefangen genommen und hingerichtet wurde. Constantines Prätorianer-Präfekt Decimus Rusticus, der Apollinaris ein Jahr zuvor ersetzt hatte, verließ seinen Anführer und schloss sich der Rebellion von Jovinus im Rheinland an. Gerontius schloss Constantine in Arles ein und belagerte ihn.

Niederlage und Hinrichtung[]

Zur gleichen Zeit fand Honorius einen neuen General, den zukünftigen Constantius III. Er erschien in Arles und schlug Gerontius in die Flucht. Dieser beging Selbstmord und viele seiner Truppen liefen zu Constantius über, der die Belagerung übernahm. Constantine hielt aus in der Hoffnung auf die Rückkehr von Edobichus, der im nördlichen Gallien Truppen unter den Franken aushob. Doch bei seiner Ankunft wurde Edobichus bei einem Hinterhalt besiegt. Constantines Hoffnungen schwanden, als seine Truppen, die den Rhein bewachten, ihn für Jovinus im Stich ließen. Er ergab sich. Trotz des Versprechens der freien Passage und der Tatsache, dass Constantine ein klerikales Amt annahm, ließ Constantius ihn einsperren und auf dem Weg nach Ravenna köpfen, entweder im August oder September 411. Sein Kopf wurde auf einem Spieß Kaiser Honorius am 18. September präsentiert und später außerhalb von Karthago ausgestellt.

Athaulf der Westgote unterdrückte später die Revolte von Jovinus. Die Römische Herrschaft kehrte nie wieder nach Britannien zurück, nachdem Constantine III gestorben war. Wie der Historiker Prokopius später erklärte: "Von dieser Zeit an verblieb es unter [der Herrschaft] von Tyrannen."

Legende[]

Constantine III ist auch als Constantine II von Britannien bekannt. Als König der Briten wird er in den Walisischen Chroniken und in Geoffrey of Monmouths Historia Regum Britanniae dargestellt, wo er nach Gracianus Municeps an die Macht kommt. In dieser Version bitten die Briten Aldroenus, den Herrscher von Armorica, ihr Herrscher zu werden, da sie einen König suchen, der sie gegen die Barbaren verteidigen kann. Aldroenus lehnt ab, im Glauben, dass er sich dadurch schwächen würde, schickt aber seinen Bruder Constantine an seiner Stelle. [1] Constantine wird König und hat drei Söhne, Constans, Aurelius und Uther Pendragon, wird jedoch von einem Pikten erstochen. [2]

Geoffrey scheint den historischen Constantine III mit einem nicht in Zusammenhang stehenden kornischen König des gleichen Namens zu verbinden, Custennin von Dumnonia. Dies führte zu Verwirrung unter den heutigen Gelehrten, doch abgesehen von ihren Namen hat Geoffrey fiktionaler Constantine nichts mit dem historischen gemeinsam.

Kaiser Constantine[]

Nach dem stufenweisen Rückzug der Römer aus Britannien in den letzen Jahrzehnten des 4. Jh. erhoben sich verschiedene Generäle, um den Platz als Imperator von Britannien einzunehmen. Die Legenden, die zum Teil von Geoffrey of Monmouth verbreitet wurden, berichten, dass das Volk seine Verwandten in der Bretagne um Hilfe bat und die Sendung eines Anführers bat.

König Aldrien von der Bretagne lehnte den Thron ab, sandte jedoch seinen jüngeren Bruder Constantin, der mit 2000 Mann an der Küste landete und die Barbaren besiegte, die bereits begonnen hatten, die Küstenlinien zu verwüsten. Er wurde als Hochkönig Constantin Waredwr bekannt.

Verschiedene Versuche wurden unternommen, seine wahre Herkunft zu ermitteln. Verschiedene zeitgemäße Männer gleichen Namens sind in walisischen Stammbäumen aufgetaucht: einerseits ein Sohn von Magnus Maximus und Bruder von Aldrien von der Bretagne, oder andererseits ein König von Dumnonia. Letzterer ist die beliebteste Wahl, doch auch die unwahrscheinlichste, da sie auf der Verbindung seines Enkels Arthur mit Somerset und Cornwall beruht. Sein anderer Beiname Constantin Fendigaid könnte durch Verwechslung mit einem dieser Männer entstanden sein.

Wahrscheinlich ist, dass dieser Mann aus der britischen Mythologie entstand, verbunden mit Erinnerungen an einen historischen britischen Kaiser, der von seinen eigenen Truppen 407 auf den Thron gesetzt wurde. Die verbliebene Römische Armee hatte bereits zwei selbsternannte Kaiser in einem Jahr erlebt. Besorgt über die barbarischen Invasoren vom Kontinent entschieden sie, einen dritten in Form von Kaiser Constantin III zu unterstützen.

Von seiner Machtbasis Britannien aus war Constantin möglicherweise in der Lage, die letzten römischen Truppen nach Gallien zu führen. Dort stärkte er die Verteidigungslinien am Rhein und war in der Lage, die Barbaren zu vertreiben, die zwei Jahre später nach Spanien abzogen. Constantin sandte seinen Leutnant Gerontius, um ihre Bewegungen zu verfolgen, doch dieser rebellierte gegen den Kaiser und bestärkte die Barbaren in ihren Bemühungen. Trotz allem konnte Constantin die Anerkennung des römischen Kaisers Honorius erlangen. Doch seine Position wurde bald angezweifelt, und die Briten sahen sich gezwungen, die Fesseln der kaiserlichen Herrschaft abzuschütteln und sich selbst gegen die einfallenden Sachsen zu verteidigen.

Constantin versuchte seine Autorität noch einmal wiederherzustellen, indem er 411 in Italien einfiel, doch er wurde von Honorius gefangen genommen und in Ravenna hingerichtet.

Es ist möglich, dass während dessen der verräterische Berater Vortigern seinen Kaiser in Britannien absetzen ließ, wie Geoffrey of Monmouth berichtet, doch er hat den Kaiser fünfzehn Jahre zu spät in die Geschichte eingefügt. Wenn man der Auflistung der Nachkommen des Kaisers Glauben schenkt, dann regierte sein Enkel König Artus beinahe einhundert Jahre nach seinem Tod.

Stammtafel[]

  1.  ?
    1. Eudaf Hen
      1. Elen Lluyddog ⚭ Magnus Maximus
    2. Gerontius
      1. Conan Meriadoc ⚭ | Hl. Ursula von Dumnonia; ⚭ || Dareca von Irland
        1. | Gadeon von Dumnonia von Dumnonia
          1. Gwrwawr von Dumnonia
        2. || Gradlon Mawr ap Conan
          1. Solomon I von der Bretagne
            1. Aldrien von der Bretagne
              1. Budic I von der Bretagne
            2. Constantin, Hochkönig von Britannien

Anmerkungen[]

  1. Historia Regum Britanniae VI/4
  2. Historia Regum Britanniae VI/5
  3. Historia Regum Britanniae
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