Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
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Gegen Ende des 3. Jh., nach dem Aufstand des Carausius, unterteilte Kaiser Diocletian das Römische Britannien während seiner Reformen in vier oder fünf kleinere Provinzen, bekannt als die Diözesen der Briten. Dies geschah vermutlich nach dem Sieg von Constantius Chlorus 296 über den Usurpator Allectus. [1] Diese fünf Provinzen waren Britannia Prima, Britannia Secunda, Maxima Caesariensis, Flavia Caesariensis und möglicherweise auch Valentia. Es gibt sogar Andeutungen einer sechsten Provinz Vespasiana.

Geschichte[]

Roman Britain 410.jpg

Nach der Römischen Eroberung Britanniens wurde es als einzige Provinz von Camulodunum aus regiert, später von Londinium aus, bis die Reformen von Septimius Severus nach dem Aufstand seines Gouverneurs Clodius Albinus sie teilten. Neu enstanden die Provinzen Britannia Superior und Britannia Inferior, deren Hauptstädte Londinium und Eboracum waren. Während der ersten Phase der Diocletianischen Reformen war Britannien unter der Kontrolle von Allectus' Britannischem Imperium als Teil des Aufstand des Carausius. Irgendwann, nachdem Constantius Chlorus 296 das Gebiet zurückerobert hatte, wurde die Diözese der Briten gebildet und gehörte zur Präfektur von Gallien. Die Briten wurden in drei, vier oder fünf Provinzen aufgeteilt, die die Namen Britannia Prima, Britannia Secunda, Maxima Caesariensis und Flavia Caesariensis trugen, möglicherweise auch Valentia. [2] [3]

Maxima Caesariensis[]

Maxima Caesariensis, auch bekannt als Britannia Maxima, war eine der Provinzen der Diözese "der Briten". Ihre Lage und ihre Hauptstadt sind unsicher, aber vermutlich lag sie neben Flavia Caesariensis. Vermutlich waren Augusta oder Londinium Städte in dieser Provinz und sie befand sich im Südosten Englands. Doch der Gouverneur von Maxima soll vom Rang eines Konsuls gewesen sein, was Gelehrte üblicherweise mit der Verwaltung von Londinium verbinden, die die Hauptstadt der Diözese war.

Gerald of Wales platziert Maxima um Ebocarum und Flavia um Londinium, wobei er sagt, dass erstere nach Kaiser Magnus Maximus benannt wurde. Heutige Gelehrte sind sich unsicher, ob die Provinz nach dem westlichen Kaiser Valerius Maximian oder dem östlichen Kaiser Galerius Maximian benannt wurde. Birley vermutet, dass Maxima und Flavia ursprünglich eine einzige Provinz namens Britannia Caesariensis war, als Belohnung für die Unterstützung gegen Allectus 296. Obwohl man normalerweise davon ausgeht, dass Flavia aus der alten Provinz Britannia Inferior gebildet wurde, glaubt Birley, dass Britannia Superior in zwei (Prima und Caesariensis) und dann drei (Prima, Maxima und Flavia) geteilt wurde.

Flavia Caesariensis[]

Flavia Caesariensis, auch bekannt als Britannia Flavia, scheint nach der Familie von Constantius Chlorus benannt zu sein und lag vermutlich neben Maxima Caesariensis, doch ihre genaue Lage und ihre Hauptstadt sind unbekannt. Die meisten Gelehrten glauben, dass sie in den südlichen Penninen lag, möglicherweise bis an die irische See reichte und die Gebiete der Iceni beinhaltete. Die übliche Darstellung der späten römischen Provinzen verlegt Flavia ins mittlere England. Doch der Gouverneur von Flavia soll vom Rang eines Equestrius gewesen sein, was es unwahrscheinlich macht, dass die Provinz um Londinium lag, deren Gouverneur normalerweise den Rang eines Senators hatte. Die Liste der Bischöfe, die am Konzil von Arles 314 teilnahmen, ist zum Teil beschädigt, soll jedoch die römische Verwaltung imitiert haben: die Identifikation von Lindum Colonia (Lincoln) als Provinzhauptstadt basiert auf vorgeschlagenen Korrekturen dieser Liste.

Laut Gerald of Wales befand sich Flavia um Londinium und bis hinein nach Mercia. [4] Laut Bertrams Fälschung De Situ Britanniae enthielt es Mittelengland und grenzte an den Severn, die Themse, die Nordsee, den Humber und den Mersey. [5] Dies wurde von den 1740ern bis in die 1840er akzeptiert, als man das Werk als Fälschung entlarvte. Heutige Gelehrte glauben, dass Londinium in Maxima lag, nicht in Flavia. Birley glaubt, dass Maxima und Flavia ursprünglich eine einzige Provinz waren, mit dem Namen Britannia Caesariensis, als Belohnung für die Unterstützung gegen den Rebellen Allectus 296.

Obwohl man grundsätzlich davon ausgeht, dass Flavia aus der alten Provinz Britannia Inferior gebildet wurde, glaubt Birley, dass Britannia Superior in zwei Provinzen unterteilt wurde (Prima und Caesariensis) und dann in drei (Prima, Maxima und Flavia).

Britannia Prima[]

Britannia Prima, auch bekannt als Britannia I, war eine der Provinzen der Diözese "der Briten", die während der Diocletianischen Reformen gegen Ende des 3. Jh. geschaffen wurde. Ihre Lage und ihre Hauptstadt sind unsicher, aber sie lag vermutlich näher an Rom als Britannia Secunda. Heute glauben die meisten Gelehrten, dass Britannia Prima in Wales, Cornwall und den sie verbindenden Gebieten lag. Auf der Basis wieder entdeckter Inschriften hält man Corinium Dobunnorum (Cirencester) inzwischen für seine Hauptstadt, aufgrund einer Inschrift, die in Corinium (Cirencester) entdeckt wurde und sich auf einen Beamten namens Lucius Septimius bezieht. Auch Isca (Caerleon) und Deva (Chester), bekannte Legionsbasen, sind möglich.

Gerald of Wales legte Britannia Prima nach Wales und Westbritannien, [3] [4] und erklärte seinen Namen als Referenz auf den legendären Brutus I von Britannien. [3] Heutige Gelehrte ignorieren dies, stimmen aber mit der Lage der Provinz überein. Camden glaubt, Britannia Prima lag im Süden, am nächsten an Rom [6] und dies wurde üblicherweise akzeptiert nach dem Erscheinen der Fälschung des Autors Bertram, De Situ Britanniae von 1740, der Primas Grenzen südlich der Themse und des Bristol Kanals legte. [5] Er ließ Britannia Prima im Süden an die Themse und den Bristol Kanal grenzen. Sein Werk wurde jedoch in den 1840er Jahren als Fälschung entlarvt.

Die Legionen II Augusta und XX Valeria könnten zu dieser Zeit in Isca Augusta (Caerleon) und Deva Victrix (Chester) stationiert gewesen sein.

Britannia Secunda[]

Britannia Secunda wurde 312 auf der Verona-Liste der Römischen Provinzen genannt. Ihre Lage und Hauptstadt sind unbekannt, doch sie lag vermutlich weiter entfernt von Rom als Britannia Prima. Derzeit glauben die meisten Gelehrten, dass Britannia Secunda sich in Yorkshire und dem nördlichen England befand, womit die Hauptstadt Eboracum (York) gewesen sein dürfte.

Camden argumentierte, Secunda hätte sich in Wales befunden [6] und Bertrams sehr einflussreiche Fälschung De Situ Britanniae von 1740 gab Secunda die Grenzen am Dee und am Severn. [5] Dies wurde bis in die 1840er Jahre akzeptiert, bis das Buch als Fälschung entlarvt wurde. Sie wird inzwischen grundsätzlich angezweifelt seit der Entdeckung von Inschriften, die zeigen, dass das westliche England ein Teil von Britannia Prima war mit Corinium Dobunnorum (Cirencester) als mögliche Hauptstadt.

Valentia[]

Valentia - lateinisch für Land von Valens - war möglicherweise eine der römischen Provinzen der Diözese "der Briten" im Römischen Britannien. Ihre Hauptstadt und Lage, und sogar ihre Existenz sind immer noch ein Streitthema. Valentia wird nicht in der Verona-Liste erwähnt, einer Liste römischer Provinzen seit der Zeit der Kaiser Diocletian und Constantine I der Große, die gegen 312 zusammengestellt wurde.

Ammianus Marcellinus berichtete, dass, nachdem er sich mit dem pannonischen Rebellen Valentinus befasst hatte, Graf Theodosius "seine Aufmerksamkeit anderem zu wandte, um viele notwendige Änderungen zu machen, und fühlte sich vollkommen frei von jeder Gefahr bei solchen Versuchen, da es schlicht so war, dass all seine Unternehmungen von einem verheißungsvollen Glück begleitet wurden. So stellte er Städte und Festungen wieder her, wie wir schon erwähnt haben, und gründete Stationen und Außenposten an unseren Grenzen; und so stellte er die Provinz vollständig wieder her, die dem Feind Unterwerfung gebracht hatte, dass durch seine Tätigkeiten sie wieder unter die Autorität ihres legitimen Herrschers gebracht wurde, und von dieser Zeit an Valentia genannt wurde, durch Wunsch des Kaisers, als Erinnerung an seinen Erfolg." [7]

Dies soll sich gegen 369 n. Chr. ereignet haben und stellte die römische Rückeroberung nach der Großen Verschwörung dar, die das nördliche und westliche Britannien 367 überrannte, zusammen mit germanischen Überfällen auf die römischen Küsten.

Ammianus spricht von der Gründung von Valentia als Umbenennung einer zurückeroberten Provinz (oder möglicherweise des ganzen Gebiets in Britannien), doch die Liste von Ämtern nennt Valentias Gouverneur getrennt von allen vier der britischen Provinzen, die aus früheren Quellen bekannt sind. Es ist möglich, dass eine neue Provinz erobert oder irgendwann nach der Zusammenstellung dieser Liste gegründet wurde. Die Liste der Ämter nennt auch zwei Truppenabteilungen unter dem Dux Britanniarum. Eine deckte die östliche Küste der Insel ab, während die zweite die nordwestliche schützte und Garnisonen bildete, die von Osten nach Westen entlang dem Hadrianswall aufgelistet werden. Gelehrte, die Valentia nach Cumbria versetzen, weisen auf Korrekturen der erhaltenen Quelle hin, als Beweis, dass das Gebiet während der Großen Verschwörung vollständig überrannt worden war und somit ein Hauptziel für Theodosius' Rückeroberung und neues Kommando darstellte.

Ammianus berichtete auch, dass die Provinz benannt wurde, "als wenn man einen kleineren Sieg feiert". Dies war eine kleinere Feier für einen unspektakulären Sieg, wie über einen Sklavenaufstand, und ungewöhnlich für die Zerstörung einer barbarischen Horde. Eine Erklärung dafür ist, dass die meuternden Soldaten oder sogar rebellischen Gouverneure beteiligt gewesen sein könnten, denn vollständige Triumphzüge wurden niemals bei Siegen über römische Bürger gefeiert. Theodosius' Behandlung der Verschwörer, die mit dem Rebellen Valentine in Verbindung standen, lassen vermuten, dass sich die Uneinigkeit bereits unangenehm weit verbreitet hatte.

Gerald of Wales platzierte Valentia in Schottland, [4] [8] während William Camden, der sich nach Ammianus richtete, es als den nördlichen Teil von Maxima Caesariensis ansah, den er um Eboracum platzierte. [6] Dies wurde nach Erscheinen von Charles Bertrams stark einflussreicher Fälschung "The Description of Britain" weithin akzeptiert, die die Provinz zwischen die beiden Mauern verlegte und sogar das Gebiet nördlich des Antoniuswalls als eigenständige Provinz Vespasiana benannte. [5] Doch sein Werk wurde im Verlauf des 19. Jh. entlarvt.

Vespasiana[]

Die römische "Vespasiana Provincia" lag angeblich nördlich des Antoniuswalls. Obwohl dort während einiger der römischen Invasionen Festungen errichtet wurden, gibt es keine erhaltengebliebene authentische Quelle, die sie mit dem Namen "Vespasiana" bezeichnet oder vermuten lässt, dass sie als eigenständige Provinz organisiert waren.

Charles Bertram behauptete, dass Vespasiana nach weiteren Eroberungsfeldzügen hinter dem Antoniuswall gegründet wurde, entweder zur Zeit der Entstehung von Valentia oder schon früher, zur Zeit von Agricola. [5] Es gibt authentische Quellen, die behaupten, dass die Orkney-Inseln eine sechste britische Provinz bildeten, [9] doch diese werden von modernen Historikern üblicherweise nicht anerkannt, obwohl jüngste Forschungen die Möglichkeit ihrer Existenz vermuten lassen. [10]

Anmerkungen[]

  1. Frere, Sheppard (1967). Britannia: a history of Roman Britain
  2. Notitia Dignitatum - Ein Dokument aus dem spätrömischen Imperium, das die Verwaltung des östlichen und westlichen Imperiums beschreibt.
  3. 3,0 3,1 3,2 Verona-Liste: Eine Liste von römischen Provinzen aus der Zeit von Kaiser Diocletian und Constantine I.
  4. 4,0 4,1 4,2 Gerald of Wales. De Inuectionibus [On Invectives], Vol. II, Ch. I, inY Cymmrodor: The Magazine of the Honourable Society of Cymmrodorion
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 Hughes, William (1863) The Geography of British History: A Geographical Description of the British Islands at Successive Periods from the Earliest Times to the Present Day: With a Sketch of the Commencement of Colonisation on the Part of the English Nation
  6. 6,0 6,1 6,2 Camden, William (1610) [Original text published 1586], "The Division of Britaine", Britain, or, a Chorographicall Description of the most flourishing Kingdomes, England, Scotland, and Ireland
  7. Ammianus Marcellinus (ca. 391) Rerum gestarum Libri XXXI) [31 Books of Deeds], übers. von Charles Yonge. Roman History
  8. Gerald of Wales, übers. von by W.S. Davies, The Book of Invectives of Giraldus Cambrensis in Y Cymmrodor: The Magazine of the Honourable Society of Cymmrodorion
  9. Polemius Silvius. Nomina Omnium Provinciarum ["The Names of All the Provinces"]. 5. Jh.
  10. Orcades/Orkney: the 6th roman province in Britannia
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