Geschichte der Britischen Monarchie Wiki
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Der Aufstand der Earls im Jahr 1075 war eine Rebellion von drei Earls gegen die Herrschaft von Wilhelm I dem Eroberer. Es war der letzte ernsthafte Widerstand während der Normannischen Eroberung von England. [1]

Geschichte[]

Ursachen[]

Der Aufstand wurde von der Weigerung des Königs ausgelöst - in seiner Abwesenheit, er war seit 1073 in der Normandie -, die Ehe zwischen Emma, Tochter von William FitzOsbern, 1. Earl of Hereford und Adelissa de Tosny, und Ralph de Guader, Earl of East Anglia zu erlauben. Sie heirateten 1075 ohne Erlaubnis und Ralph, Roger de Breteuil, 2. Earl of Hereford (sein neuer Schwager) und Waltheof, Earl of Northumbria, 1. Earl of Northumberland, begannen den Aufstand, [2] der jedoch katastrophal verlief. Waltheof verlor bald den Mut und beichtete Erzbischof Lanfranc von Canterbury, der Roger drängte, seinen Gefolgschaftseid einzuhalten und schließlich ihn und seine Anhänger exkommunizierte. Waltheof reiste während dessen in die Normandie zu Wilhelm, um dort vor ihm persönlich zu gestehen.

Roger, der seine Truppen aus dem Westen heran führte, um sich mit Ralph zu treffen, wurde am Fluss Severn von der Fyrd von Worcestershire aufgehalten, die der englische Bischof Wulfstan gegen ihn anführte. Ralph traf während dessen nahe Cambridge auf eine sehr viel überlegenere Streitmacht, angeführt von Bischof Odo von Bayeux und Geoffrey de Montbray (der befahl, dass allen Rebellen der rechte Fuß abgehackt werden sollte) und zog sich eilig nach Norwich zurück, verfolgt von der königlichen Armee. Es gelang Ralph, auf der Suche nach Hilfe ein Schiff nach Dänemark zu besteigen, während seine Frau Emma Norwich Castle verteidigte. E kehrte schließlich mit einer Flotte aus 200 Schiffen unter Cnut und Hakon nach England zurück, doch sie konnten nichts erreichen.

Während dessen hielt Emma in Norwich aus, bis sie günstige Bedingungen für sich un ihre Anhänger aushandeln konnte, denen man ihre Ländereien entzog, ihnen aber erlaubte, innerhalb von vierzig Tagen das Reich zu verlassen. Emma zog sich auf ihre Ländereien in der Bretagne zurück, wo ihr Ehemann sich ihr bald anschloss.

Folgen[]

Wilhelm I entzog Ralph de Guader all seine Ländereien und auch seine Grafschaft. Roger erlitt das gleiche Schicksal, wurde aber zusätzlich noch auf Lebenszeit zur Gefangenschaft verurteilt. Nach Wilhelms Tod im Jahr 1087 wurde er gemeinsam mit anderen politischen Gefangenen für kurze Zeit auf freien Fuß gesetzt, aber schon bald darauf enthaupten.

Waltheof, der sich bereits zwei mal gegen Wilhelm erhoben hatte und beide male begnadigt worden war, wurde am 31. Mai 1076 hingerichtet, auf dem St. Giles's Hill nahe Winchester. Er war der einzige Engländer, der während Wilhelms Herrschaft diese Bestrafung erhielt. Es heißt, dass er ein Mann von großer körperlicher Stärke aber mit schwachem Willen war, unzuverlässig aber fromm und freigiebig, weshalb er von den Engländern als Märtyrer angesehen wurde. Bei seinem Grab in Crowland, Lincolnshire sollen sich später Wunder ereignet haben.

Anmerkungen[]

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